Nasenkorrektur

Die Nase stellt den zentralen Mittelpunkt des Gesichts dar und rückt daher ganz automatisch in den Fokus. Es gibt vielfältige Fehlstellungen der Nase, die einzeln oder in Kombination auftreten, zum Beispiel die „Höckernase", die „Sattelnase" oder die „Knollennase".
 
Was passiert bei einer nasenkorrektur?
Die Nase kann hinsichtlich ihrer Form, Höhe, Breite und Länge korrigiert werden. Je nach ärztlichem Befund und individueller Beschaffenheit wählt der Arzt die optimale Operationstechnik. Bei einer Höckernase zum Beispiel trägt der Chirurg durch einen Zugang im Naseninneren den Höcker mit Hammer und Meißel, Säge oder Feile ab. Die Schnitte setzt der Operateur mit einem Skalpell im Nasenvorhof am inneren Nasensteg, um so die Haut vom Nasengerüst anzuheben und den Höcker für die Modellierung freizulegen. Auch eine Verschmälerung der Nase erfolgt auf diese Weise.
Bei der Sattelnase korrigiert der Chirurg die Einsenkung im Verlauf des Nasenrückens, indem er den Substanzdefekt mit körpereigenem Gewebe, zum Beispiel mit Knorpelmaterial aus dem Ohr, ausgleicht. Füllstoffe wie etwa Silikon werden vom Körper oftmals abgestoßen und sind daher nicht das Material der Wahl. Den Eingriff führt der Chirurg vom Naseninneren aus durch, sodass keine äußerlich sichtbaren Narben zurückbleiben. Anschließend wird gegebenenfalls die Nasenscheidewand verkürzt und die Nasenflügelknorpel werden verschmälert.
Nasenkorrekturen werden meist in Vollnarkose durchgeführt, bei kleineren Eingriffen auch unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf. Die Operation dauert je nach Operationsmethode und Operationsgrund etwa 60 bis 120 Minuten. Ein stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Nächten ist bei Eingriffen unter Vollnarkose sinnvoll.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Generell zählen Nasenkorrekturen zu den schwierigsten ästhetisch-plastischen Eingriffen, da die Nase eine komplizierte Anatomie mit vielen verschiedenen Gewebestrukturen wie Knochen, Knorpeln, Bändern, Muskeln, Haut, Schleimhaut und Bindegewebe aufweist und damit hohe Anforderungen an den Operateur stellt. Lediglich erfahrene und spezialisierte Fachärzte sollten diesen Eingriff durchführen. Mögliche Komplikationen sind zum Beispiel eine vorübergehende Beeinflussung der Riechfähigkeit. Zudem kann sich die Nasenspitze über längere Zeit taub anfühlen. Wie bei jeder Operation sind auch bei der Nasenkorrektur narkosebedingte Komplikationen wie Infektionen oder Unverträglichkeiten möglich. Auch können Knorpel- oder Knochenwucherungen wiederum die Ursache für ein schlechtes ästhetisches Ergebnis sein.