Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung ist ganz klar auf den vorderen Plätzen der ästhetisch-plastischen Eingriffe für Frauen angesiedelt. Außer aus subjektiven, rein ästhetischen Beweggründen kann man eine Vergrößerung der Brust durch Implantate auch durchführen lassen, um Fehlbildungen und Asymmetrien, unter anderem auch nach Brustkrebsoperationen, zu beseitigen.
 
Was passiert bei einer brustvergrößerung?
Bei der in Vollnarkose durchgeführten Operation wird von einem Facharzt (Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie) ein Hautschnitt gesetzt, das Brustgewebe angehoben und eine Implantattasche gebildet, in die das Brustimplantat eingeführt werden kann. Anschließend schiebt der Chirurg das Implantat entweder teilweise oder vollständig unter den Brustmuskel oder er platziert es oberhalb des Brustmuskels, wobei das Brustgewebe selbst weitgehend unberührt bleibt.
Der nötige Hautschnitt, von dem nach der Operation möglichst wenig zu sehen sein sollte, kann in der neu gebildeten Unterbrustfalte, um den Warzenhof und in der Achselhöhle erfolgen. Eine technische Besonderheit stellt dabei die endoskopische Brustvergrößerung über die Achselhöhle dar. Diese wurde schon in den frühen 1980er Jahren in Brasilien von Prof. Pitangui angewendet und stellt seither eine Routineoperation zur Brustvergrößerung dar.
Die Vor- und Nachteile der drei verschiedenen Zugangswege werden vor allem vor dem Hintergrund der individuellen Voraussetzungen und der Erfahrung des jeweiligen Operateurs mit einer Methode geprägt und sind in einem Beratungsgespräch zu erörtern.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Wie bei jeder Operation kann es hier zu Wundheilungsstörungen und Nachblutungen kommen.
Die spezifische Komplikation bei Brustvergrößerungen ist die verhärtende Kapselbildung (Kapselfibrose). Diese Verhärtung kann die Brust im schlimmsten Fall so deformieren, dass ein Zweiteingriff notwendig wird. Die Häufigkeit der Kapselbildung ist nicht zu unterschätzen, sie liegt bei etwa 20 % aller Brustvergrößerungen, während die Implantate jedoch nur bei weniger als 5 % dieser Fälle wieder entfernt werden müssen.
Eine Brustvergrößerungsoperation dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Der anschließende stationäre Aufenthalt kann ein bis drei Tage dauern, je nach Empfehlung des Arztes.