Brustverkleinerung

Einige Frauen fühlen sich mit der Form oder der Größe ihrer Brüste nicht wohl. Neben als zu klein empfundenen Brüsten kann auch ein großgewachsener Busen ein ästhetischer Störfaktor für Betroffene sein und zu einem starken Leidensdruck werden. Zudem führt das große Gewicht der Brüste häufig dazu, dass die BH-Träger schmerzhaft einschneiden oder Verspannungen und Schmerzen im Bereich des Nackens und des Rückens entstehen. Des Weiteren können großgewachsene Brüste zu Haltungsschäden führen. Eine Brustverkleinerung ist in diesen Fällen nicht nur ästhetisch motiviert, sondern auch aus medizinischer Sicht empfehlenswert.
 
Was passiert bei einer brustverkleinerung?
Die chirurgische Verkleinerung der Brust (Mammareduktion) findet unter Vollnarkose und stationären Bedingungen statt. Ziel der Brustverkleinerung ist es, überschüssiges Drüsengewebe und Haut zu entfernen und die Brustform harmonisch sowie natürlich an die Körperproportionen anzupassen. Je nach individueller Indikation und dem gewünschten Resultat kann die Schnitttechnik bei der Operation variieren. Dabei wird darauf geachtet, dass die späteren Narbenverläufe kaum sichtbar sind. In einigen Fällen bietet es sich an, die Brustverkleinerung mit einer Fettabsaugung (Liposuktion), einer Bruststraffung oder einer Brustwarzenkorrektur zu kombinieren. Nach dem Eingriff ist eine Schonzeit von etwa sechs Wochen einzuhalten. In dieser Zeit schützt und stützt ein spezieller BH die neue Brustform. Sportliche Aktivitäten sind in der Regel nach etwa drei Monaten wieder möglich.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Selbst erfahrene Operateure können ein Risiko für Komplikationen und unerwünschte Nebenwirkungen nicht komplett ausschließen. Wie bei anderen Operationen können auch nach der Brustverkleinerung Nachblutungen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen auftreten. Manchmal zeigen sich auch nach dem Eingriff kleinere Beschwerden wie Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühle oder leichte Schmerzen. Erfahrungsgemäß klingen diese innerhalb weniger Wochen wieder ab. Regelmäßiges Kühlen kann den Heilungsprozess hierbei unterstützen. Sollte der Busen nach der Operation asymmetrisch sein oder die Narben auch nach mehreren Monaten auffällig bleiben, können gegebenenfalls Korrekturbehandlungen notwendig sein.