Hals-, Stirn-, Facelift

Mit dem Alter verliert die Gesichtshaut an Elastizität und Spannkraft. Falten bilden sich und einzelne Bereiche wie Wangen oder Hals sinken ab. Es entstehen sogenannte Hamsterbäckchen oder ein Doppelkinn. Zudem können leichte Mimik- und „Zornesfalten" im Stirnbereich auftreten, die einen erheblichen Einfluss auf den Gesichtsausdruck haben. Hier kann ein Lifting des oberen oder unteren Gesichtsbereichs Abhilfe schaffen.
 
Was passiert bei einer hals-, stirn-, facelift?
Das Facelift gehört zu den kompliziertesten Schönheits-OPs. Plastische Chirurgen unterscheiden zwischen oberem Facelift (Stirn und Schläfen), unterem Facelift (Wangen und Hals), Hals-, Brauen-, und Schläfenlift. Der Chirurg kann nur die Haut straffen oder zusätzlich das Bindegewebe anheben. Beim „Tiefenschichtlifting" oder „dreischichtigen Lifting" löst der Chirurg Haut, Bindegewebe und Muskulatur und hebt sie anschließend an.
Ein Stirnlift wird häufig als endoskopischen Eingriff durchgeführt. An der Grenze zwischen Stirn und Haaransatz setzt der Operateur etwa vier bis sechs kleine Schnitte. Bei einem Stirnlift werden gleichzeitig die Augenbrauen nach oben gesetzt.
Bei einem Facelift handelt es sich um einen größeren Eingriff, der mit Lokalanästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt wird. Die Narkoseart variiert je nach Größe des Eingriffs und Wünschen des Patienten. Je nach Art und Umfang des Eingriffs beträgt die Operationszeit zwischen zwei und fünf Stunden. Die Operation kann stationär oder ambulant erfolgen.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Bei einem Stirnlift handelt es sich um einen relativ komplikationsarmen Eingriff. Ein Facelift hingegen stellt einen größeren Eingriff dar, der lediglich von erfahrenen und speziell geschulten Ästhetisch-Plastischen Chirurgen durchgeführt werden sollte.
Mögliche Komplikationen bei diesen Eingriffen sind Infektionen oder Unverträglichkeiten der Narkose. Auch Hämatome (Blutergüsse) oder Wundinfektionen können auftreten.
Übliche kurzfristige Folgen der Operation sind Spannungs- und Taubheitsgefühle sowie Schwellungen. Diese gehen innerhalb weniger Tage bis Wochen zurück. An den Narben der Kopfhaut kann der Haarwuchs dauerhaft beeinträchtigt sein. Zu den schwerwiegendsten möglichen Folgen gehören ein andauerndes Taubheitsgefühl und bleibende Muskellähmungen. Dies tritt ein, wenn ein unerfahrener Chirurg beim Abheben des Bindegewebes von der Muskulatur größere Nerven verletzt.