Botulinumbehandlung

Die Injektion von Botulinumtoxin, umgangssprachlich „Botox" genannt, gehört zu den beliebtesten minimalinvasiven Faltenbehandlungen. Etwa ab dem 25. Lebensjahr verlangsamt sich die Zellerneuerung in der Oberhaut und auch die Produktion von Kollagen und Elastin nimmt ab. Das führt zu weniger Spannkraft und Elastizität der Haut. Zudem fördert die natürliche Mimik die Faltenbildung.
 
Was passiert bei einer botulinumbehandlung?
Eine Botulinumtoxin-Behandlung wird ambulant durchgeführt, da der Eingriff weder umfangreich noch zeitintensiv ist und keine Nachbehandlung erfordert. Der Arzt trägt zunächst eine die Haut betäubende Salbe auf oder verabreicht ein leichtes Beruhigungsmittel. Die Botulinumtoxin-Behandlung ist kaum schmerzhaft und erfolgt durch Injektion mit einer sehr dünnen Nadel. Nach Desinfektion der zu behandelnden Hautpartien wird der Wirkstoff direkt in den Muskel injiziert und reduziert so die Aktivität. Die Muskelkontraktion wird unterbunden und die darüber liegende Haut glättet sich. Bei der Behandlung setzt der Arzt mehrere kleine Depots im Millimeterabstand an vormarkierten Punkten unter die Haut. Die Behandlung dauert etwa zwischen zehn und 30 Minuten. Die muskellähmende Wirkung hält etwa sechs Monate.
Botulinumtoxin vom Typ A wird dabei vorrangig bei mimisch bedingten Falten im oberen Gesichtsdrittel angewendet, zur Vermeidung der horizontalen Falten auf der Stirn, die als „Sorgenfalten" bezeichnet werden. Auch die sogenannten Glabellafalten (Zornesfalten), die durch häufige Konzentrations- und Sehleistung beispielsweise bei Bildschirmarbeit am Übergang vom Nasenrücken zur Stirn entstehen, können gut mit Botulinumtoxin Typ A behandelt werden, genauso wie periorbitale Falten (Krähenfüße, Lachfältchen), die an den äußeren Augenwinkeln als Zeichen nachlassender Elastizität der Haut entstehen.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Bei der Behandlung mit Botulinumtoxin können blaue Flecken, Rötungen oder Juckreiz an der Einstichstelle auftreten. Es kann auch zu einer unerwünschten Schwächung eines Muskels kommen und damit etwa zu einer Lidschwäche. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind allgemeine Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit. Zudem muss darauf hingewiesen werden, dass es bislang keine Langzeitstudien zu der Verwendung mit Botulinumtoxin gibt.