Fettabsaugung

Zu den beliebtesten Eingriffen bei Frauen und Männern zählt die Liposuktion, umgangssprachlich als Fettabsaugung bekannt. In der Regel werden Fettabsaugungen aus rein ästhetischen Gründen vorgenommen, daher müssen die Kosten von der Patientin bzw. dem Patienten selbst getragen werden. Gleiches gilt für eventuelle Folgekosten. Risiken und Komplikationen sind natürlich auch bei diesem Eingriff nicht auszuschließen.
 
Was passiert bei einer fettabsaugung?
Als Standard der Liposuktion gilt heute die Tumeszenztechnik (TLA). Bei dieser Methode wird das Gewebe vor der Absaugung mit einer Flüssigkeit aufgeschwemmt. Dazu spritzt der Arzt eine größere Menge Kochsalzlösung mit einem örtlichen Betäubungsmittel und gegebenenfalls weiteren medikamentösen Zusätzen in das Operationsgebiet. So werden die Fettzellen gelockert und die Blutungsneigung verringert. Während der etwa einstündigen Einwirkzeit saugen sich die Fettzellen schwammartig voll. Für die Absaugkanülen setzt der Chirurg winzig kleine Hautschnitte (fünf bis acht Millimeter lang), die nach der Fettabsaugung entweder vernäht werden oder auch offen bleiben können. Generell kann die Liposuktion heute mit diversen Methoden schonend in örtlicher Betäubung, gegebenenfalls mit einem sogenannten Dämmerschlaf kombiniert, durchgeführt werden. Eine Vollnarkose ist aus medizinischer Sicht nur selten notwendig und bringt zusätzliche Risiken mit sich.
 
Welche Komplikationen können auftreten?
Wie bei jeder Operation müssen Patienten mit Schwellungen, Nachblutungen, Kreislaufproblemen und Blutergüssen rechnen. Größere Komplikationen, Infektionen oder Dellenbildungen sind bei erfahrenen Operateuren äußerst selten. Durch die modernen Operationstechniken sowie die Anwendung feinster Saugkanülen werden die Risiken minimiert. Zu den spezifischen Komplikationen nach einer Liposuktion gehören vorübergehende Taubheitsgefühle, da Hautnerven während der Operation irritiert werden können. Unverträglichkeiten gegenüber der Tumeszenzlösung können Juckreiz, Übelkeit oder Ausschlag hervorrufen. Bei asymmetrischem Ergebnis und auch bei Dellen kann der Facharzt das Ergebnis korrigieren. Frühestens nach sechs Monaten erfolgt eine Nachbearbeitung, denn erst dann ist das tatsächliche Endergebnis der Liposuktion sichtbar.
Schwieriger gestaltet sich die Korrektur, wenn Dellen und Falten entstanden sind, weil der Operateur zu dicht an der Oberfläche gearbeitet hat. In diesem Fall ermöglicht eine Unterspritzung mit Eigenfettgewebe eine Besserung.